Neuerwerbungen 2017 - Gemeinsam Leben, Gemeinsam Lernen - Verein zur Förderung der gemeinsamen Erziehung behinderter und nicht behinderter Kinder, Geretsried

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Neuerwerbungen 2017

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Gewalt in Diensten und Einrichtungen der Behindertenhilfe?
Eine Praxishilfe der Bundesvereinigung Lebenshilfe

3., aktualis. Auflage 2017, 19 x 24 cm, broschiert, 76 Seiten
ISBN  978-3-88617-558-1,  7,00 €

Gewalt in Diensten und Einrichtungen der Behindertenhilfe?

Allein die Vorstellung ist nur schwer zu ertragen. Angesichts der Medienberichte und Fachdiskussionen über Gewalt und sexuellen Missbrauch in Schulen, Internaten oder Einrichtungen der Behindertenhilfe wäre es jedoch naiv zu glauben, »bei uns kann das nicht passieren«.
Sich dem Thema zu stellen, das ist der erste Schritt auf dem Weg, Gewalt zu verhindern. Dies gilt für die Behindertenhilfe insgesamt und für jeden Dienst und jede Einrichtung im Speziellen. Bei den Trägern, bei den Leitungen, bei den Mitarbeiter(inne)n und bei den Nutzer(inne)n muss Klarheit darüber bestehen, wann die Grenzen zur Gewalt überschritten sind. Wir brauchen Regeln und transparente Abläufe für den Fall des Falles und vor allen Dingen ein Konzept und Maßnahmen, um Gewalt zu verhindern, bevor sie überhaupt entsteht. Die Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen, die unsere Dienste und Einrichtungen nutzen, aber auch die Mitarbeiter(innen) müssen in die Erarbeitung dieser Konzepte und Regeln von vornherein einbezogen werden. Das schafft Akzeptanz, sensibilisiert für das Thema und ist so der erste Schritt zur Vermeidung von Gewalt.

Menschen mit Behinderung werden um ein Vielfaches häufiger Opfer von Gewalt, sexuellem Missbrauch und Diskriminierungen als der Bevölkerungsdurchschnitt. Dies gilt sowohl für Gewalterfahrungen im häuslichen als auch im institutionellen Umfeld.
Auch das Ausmaß von Grenzverletzungen, Aggression und Gewalt gegen Mitarbeitende der Behindertenhilfe in ihrem Arbeitsalltag, darf nicht unterschätzt werden. Dienste und Einrichtungen für Menschen mit Behinderung müssen dem Rechnung tragen und wirksame und umfassende Gewaltpräventions- und Interventionskonzepte entwickeln. Diese müssen sich konsequent an den Prinzipien (Selbst-)Reflexion, Selbstbestimmung und Partizipation sowie Transparenz und Kommunikation ausrichten.

Diese Praxishilfe soll einen Beitrag dazu leisten, die Gewaltprävention vor Ort zu unterstützen. In die Broschüre sind Fragen und Erfahrungen aus der Praxis, konkrete Beispiele und Lösungsansätze eingeflossen. Sie will die Dienste und Einrichtungen darin anhand konkreter Beispiele aus der Praxis und mithilfe erprobter Materialien unterstützen, indem sie:

   Bewusstsein für die Notwendigkeit von Gewaltprävention weckt,
   dazu beiträgt, ein weites, umfassendes Verständnis von Gewalt zu entwickeln,
   Strategien und Maßnahmen der Gewaltprävention sowie
   Strategien und Maßnahmen der Intervention bei Gewaltvorkommnissen
Weitere Informationen finden Sie hier.

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